• Mandy

Wachstum und Veränderung

Das sind die zwei ganz großen Kräfte, die mich im Leben antreiben.



Ich stehe gerade am Beginn einer neuen Reise. Einer aufregenden Reise, die in mir jedoch immer wieder auch Gefühle von Ungewissheit und kurze Angstmomente hervorruft.


Das Alte stirbt gerade. Es ist ein Prozess in dem ich gerade lerne loszulassen was mir nicht mehr dient. Meine Gewohnheiten ändern sich gerade, in mir tut sich so Vieles, dass es mir schwer fällt es in Worte zu fassen.


Bisher gibt es hier noch gar keine Informationen zu mir und meinem Weg, daher vielleicht nun ein bisschen Hintergrund:


Aktuell lebe und arbeite ich in Japan an einer Vorschule. Ich habe hier nun fast sieben Jahre verbracht und eine wundervolle Zeit gehabt. Für fast sieben Jahre hatte ich das Glück in einem Beruf und Umfeld zu arbeiten, in dem ich mich gefunden glaubte. Für fast sieben Jahre hatte ich das Gefühl meine Berufung gefunden zu haben. Das stimmte auch und ich war so oft dankbar für die Erfahrungen und Möglichkeiten, die Japan mir eröffnet hat.


Aber wie gesagt, in meinem Leben geht es um Wachstum und nun habe ich das Gefühl dem Beruf und dem Land hier entwachsen zu sein und das bringt ein Bedürfnis von Veränderung mit sich.


Die aktuelle Lage in der Welt macht eine Rückkehr nach Deutschland gerade nicht einfach, aber wo ein Wille, da auch ein Weg!


Außerdem hat mich die Erfahrung gelehrt, dass alles zur richtigen Zeit passiert und genauso kommt, wie es kommen soll.


Dabei sollte man aber auch im Hinterkopf behalten, dass das Leben und das gibt, was wir brauchen und oft weicht das von dem ab, was wir wollen. Doch genau darin liegt das wahre Potential um zu Wachsen!


Wachstum passiert nicht in den Zeiten in denen es uns gut geht. Leider.


Es sind die Reibungspunkte und schwierigen Themen die den Anstoß dafür geben. Die guten Zeiten sind dazu da, um uns in unserem Kurs zu bestärken und das brauchen wir auch. Aber vor allem müssen wir gewillt sein die Herausforderungen des Lebens anzunehmen.


Nur so können wir wachsen. Dadurch verändern wir uns zwangsläufig, es ist ein ganz natürlicher Nebeneffekt vor dem man sich nicht zu fürchten braucht.


Aber Furcht ist auch ganz natürlich und eine Emotion die dazu da ist um uns zu schützen. Wenn sie in mir aufsteigt versuche ich mich nicht mit ihr zu identifizieren. Manchmal gelingt es mir, manchmal nicht.


Aber am Ende erinnere ich mich immer wieder daran, dass alle Gefühle schlichtweg gefühlt werden wollen. Sie wollen nicht in uns verweilen, sondern nur gefühlt werden und sanft weiterziehen.


Die Furcht an sich ist also nicht zu fürchten. Es sind die Umstände die sie auslösen, die man sich anschauen muss.


Wir streben nach Sicherheit im Leben. Beständigkeit gibt uns Sicherheit, aber Veränderung kann das ins Wanken bringen.


Zu Wissen, dass ich im Sommer das Land verlassen möchte, allerdings ohne zu wissen ob und wie ich einen Rückflug bekomme fühlt sich schon seltsam an. Da gibt es absolut keine Sicherheit.