• Mandy

Schwere Zeiten | Tough Times

***English below***


Die kollektiven Energien sind seit einiger Zeit auf Achterbahnkurs und mir macht die aktuelle Ungewissheit ehrlich gesagt auch zu schaffen.

Das ständige Hin und Her, Entscheidungen werden getroffen und in kürzester Zeit gleich wieder verworfen und es ist schwer auch nur von einem auf den nächsten Tag zu planen.


Anfangs ging es noch, doch wenn das Ersparte konstant weniger wird und man nicht weiß, wann und OB man überhaupt wieder arbeiten gehen können wird, dann fängt es an im Inneren zu nagen. Auch in mir. Und ich sehe, dass ich damit definitiv nicht allein bin.


Was ich auch sehe ist, dass viele sich aber nicht wirklich mit sich und ihren Gefühlen in dieser Situation auseinandersetzen und das halte ich für fatal.


Der Impuls das hier zu schreiben kam daher, dass ich vor weniger als einer Stunde erst da saß und mal wieder die Angst anfing nach oben zu kriechen. Meine Laune wurde düster, ein beklemmendes Gefühl fing an sich in der Brust auszuweiten. Es sitzt immer noch da. Denn statt mich dem komplett zu stellen, begann ich erstmal damit mich abzulenken und genau DAS ist der Fehler den wir so gern machen.


Soziale Medien sind wichtig und nicht mehr aus dem Leben wegzudenken und ich habe dank ihnen hilfreiche Kontakte knüpfen und wachsen können. Aber es ist so leicht sich über sie vom Wesentlichen ablenken zu lassen.


Überall werden uns dort alle möglichen Werkzeuge und Möglichkeiten angepriesen uns zu heilen. Dabei ist das einzige, was uns wirklich heilen wird die Auseinandersetzung mit uns selbst.


Keine Energiearbeit, kein Reiki, keine Aufstellung, kein Hoʻoponopono, keine Akasha Lesung, kein Krafttier, Engel oder sonst welche Lichtwesen werden uns das abnehmen.

Diese Mechanismen können helfen, aber sie können auch zur Ablenkung werden, indem wir ständig nach neuen Methoden suchen, um uns durch sie zu heilen, in der Hoffnung nun endlich DEN Schlüssel zu finden.


Aber damit macht man sich etwas vor! Denn der Schlüssel ist man selbst.


Wir sind selbst dazu in der Lage uns alle Türen und Tore zu öffnen, indem wir aufhören uns auf das Außen zu konzentrieren und endlich anfangen uns mit uns selbst zu befassen. Das sollte das Einfachste und Selbstverständlichste auf der Welt sein. Dabei ist es das Schwerste.


Ich scrollte kurz durch Instagram, als mir bewusst wurde, was ich da tue und dann hab ich es sofort sein lassen. Statt dessen legte ich das Handy weg und fühlte in mich. Spürte die Angst aufsteigen und sich ausbreiten, die Beklemmung in der Brust, einen säuerlichen Geschmack im Mund.


Weißt du, wie sich deine Angst anfühlt? Wo in deinem Körper sie sitzt?
Spürst du deine Gefühle, oder suchst du immer noch im Außen nach den Antworten? Kleiner Hinweis: Da wirst du sie nicht finden.

Sich den eigenen, unangenehmen Emotionen zu stellen ist Schattenarbeit. Und die ist so ätzend!