• Mandy

Erstes Erwachen und der Weg danach

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Durch einen super interessanten Austausch auf Instagram habe ich mich an mein erstes Erwachen erinnert ~ oder zumindest an das, was ich glaube, das man als solches bezeichnen kann.


Es war in meiner späten Teenagerzeit und ich glaube, dass fast jeder eine Phase im Leben hat, in der man sich für Übersinnliches interessiert.


Mein Einstieg war das Tarot, auf das ich durch eine Klassenkameradin neugierig wurde und die mir auch von dem winzigen Esoterikladen erzählte, den es sogar in unserer Kleinstadt gab.


Die Inhaberin war unglaublich einfühlsam und gab mir viele gute Hinweise bezüglich Literatur und empfohl mir damals die Autorin Silver Ravenwolf, da ich mich für Hexerei interessierte. Das erste Tarotdeck, das ich jemals erwarb war das Einhorn Tarot (heute denke ich mir "Himmel, wie kitschig!" x)) und der erste Heilstein ein blauschimmernder Mondstein.


Beides habe ich noch und ich freue mich darauf bald zurück in Deutschland zu sein, um sie wieder in Händen zu halten und in ihre Energien zu spüren.


Ich hatte noch ein paar Mädchen kennengelernt, die sich ebenfalls für Hexerei und Tarot interessierten und obwohl ich mich erinnere, dass wir uns darüber ausgetauscht haben, kann ich mich gar nicht mehr erinnern, was gesagt wurde.


Räucherwerk kam hinzu, Pendel, weitere Tarotdecks. Doch wirklich in die Tiefe ging es damals nicht. Aber ich habe im Rahmen eines Workshops, den der Esoterikladen anbot, zum ersten Mal Energiearbeit geleistet und die Kraft der Visualisierung kennengelernt.


Ein Reikilehrer führte den Workshop und fragte, ob jemand anwesend sei, der gern etwas loslassen würde und ich meldete mich, denn es gab Probleme einer engen Freundin, die mich stark belasteten, von denen ich aber nicht wusste, wie ich sie lösen könnte.


So bat der Meister mich darum auf einem Stuhl Platz zu nehmen, die Augen zu schließen und alle negativen Gedanken und Gefühle wie eine dunkle Masse in meinem Körper zu spüren und zu sehen, was mir sehr leicht fiel. Als nächstes sollte ich die dunkle Masse in meiner Bauchgegend sammmeln und von dort aus in zwei Hälften Teilen und oberhalb der Beine positionieren. Dann bat er mich darum mit starkem Ausatmen die Negativität durch meine Beine in den Boden zu leiten, wann immer ich bereit dazu sei. Wusch, weg war`s!


Er lächelte mich an und meinte, "Das ging aber schnell!" Ich lachte zurück und meinte, dass ich es auch unbedingt loswerden wollte.


Diese Begegnung wieder aktiv in Erinnerung zu haben ist ein wahres Geschenk für mich.


Damals hatte ich überhaupt keine Ahnung was ich da eigentlich machte. Ohne es zu wissen, leitete mich schon immer meine Intuition. Deswegen fällt es mir schwer es nachzuvollziehen, wenn jemand sein Leben nur aus dem Verstand heraus lebt.


Dann trat jedoch mein erster Freund in mein Leben, dann kam das Abi und vieles mehr und so schlief ich wieder ein.

Das nächste Erwachen kam Anfang meiner zwanziger. Zu der Zeit war ich in Köln und hatte ein Interesse für Engel entwickelt.


Es war auch in Köln, dass ich das erste Mal Stimmen hörte und eine Anwesenheit spürte. Da ich mich mit Engeln beschäftigte, dachte ich, dasses mein Schutzengel sei. Heute weiß ich, dass es einer meiner spirituellen Begleiter war.


An unseren ersten Austausch kann ich mich nicht erinnern, aber an eine sehr ernste Gelegenheit, bei der ich ihn um Hilfe bat. Er hat mich nicht hängen lassen und durch all das, was ich inzwischen gelernt habe, weiß ich nun, dass er sich zu der Zeit mit den Geisterführern der anderen involvierten Parteien in Verbindung gesetzt hat, um mich zu schützen.


Das Gefühl so beschützt zu sein war und ist wunderschön.


Er begleitete mich auch von Köln nach Erlangen, wo ich zwecks Studium hinzog und hier war es, dass ich seinen Namen erfahren habe.


Auf Anhieb habe ich ihn allerdings nicht verstanden, ich weiß noch, dass es ein paar Anläufe gebraucht hat, bis ich ihn richtig empfangen konnte.


Markus hatte ich bereits in meinem Eintrag zu Seelenverwandtschaft erwähnt, meinen damaligen Mitbewohner. Den Abend als er sich von mir die Tarotkarten legen ließ, werde ich nie vergessen!


Dann ging es zum Auslandsstudium für ein Jahr nach Italien, in dem ich in der Zeit an der Uni in Modena wieder komplett eingeschlafen war.


Aber während meines Praktikums in Florenz schloss ich eine Freundschaft, die eine riesige Auswirkung auf mich haben würde!


Vienna kam aus den USA (das ist wirklich ihr Name!) und wir waren kurz Mitbewohnerinnen. Sie war in Florenz, weil sie in Italien ins Weingeschäft einsteigen wollte, wo sie zuvor in den USA tätig war. Unser Altersunterschied von locker 25 bis 30 Jahren störte uns überhaupt nicht, wir verstanden uns bestens und blieben auch in engem Kontakt, als ich von Florenz aus nach Wien zog.


In Wien fand ich ein WG Zimmer in einer Wohnung, die in einem Gebäude mit Mauern aus dem 11. Jahrhundert. Je älter Orte sind, desto wohler fühle ich mich dort tendenziell.


Kurz nach meinem Einzug stellte ich allerdings fest, dass ich nicht allein in der Wohnung war. Auch nicht, wenn mein Mitbewohner aus dem Haus war, was oft vorkam.


Anfangs dachte ich, dass ich mir das vielleicht nur einbilden würde, aber ich spürte es immer häufiger und auch intensiver. An manchen Tagen war es ganz nett, an anderen erinnerte es mich jedoch an meine Kindheit, in der ich in der Nacht Angst hatte im Dunkeln zur Toilette zu gehen und hatte dasselbe Gefühl wieder.


Dank meines Begleiters hatte ich schon etwas Übung darin mit anderen Ebenen zu kommunizieren und dachte mir, dass ich das wieder versuchen könnte. Allerdings erhielt ich zuerst keine Antworten, machte jedoch klar, dass ich es nicht mochte mich bedroht zu fühlen.


Dann kam Vienna mich in Wien besuchen und wir fanden die Ironie mit den Namen köstlich!


Ich führte sie in der WG herum und als ich sie in eines der Zimmer führte, fasste sie sich an die Brust und meinte mit überraschtem Gesicht zu mir, "Oh! Hey Mandy, you didn`t mention your other flatmate! He clearly doesn`t want me to enter this room!"


BÄM!! Ich war geplättet und konnte es nicht fassen, denn ein Teil von mir war immer wieder am Zweifeln und überlegen, ob ich mir das nur alles einbilden würde. Aber Vienna verließ das Zimmer, ich folgte ihr und erzählte, was ich bisher wahrgenommen hatte.


Daraufhin erklärte sie mir, dass die Geister von Verstorbenen sich bemerkbar machen, indem sie unser Energiefeld anzapfen und wir nehmen das oft als bedrohliches Gefühl wahr, weil es ist, als würde uns Energie geraubt werden.


Dank Vienna fand ich heraus, dass ich mit Verstorbenen kommunizieren kann, deren Seelen noch nicht in die nächste Welt hinüber gegangen sind. Es war auch das erste Mal, dass ich die Stimmen in meinem Kopf mit jemandem geteilt habe.

Chiara und ich auf der Suche nach einem leckeren Mittagessen in Kyoto

In Wien traf ich auch auf meine kleine Seelenschwester Chiara. Es war lustig wie wir uns auf Anhieb verstanden und ich weiß noch, dass wir unser Interesse an spirituellen Themen vorsichtig und langsam Schritt für Schritt miteinander teilten. Bis hin zu dem Punkt, an dem sie mich oft fragte, ob sie sich das einbildet, oder ob da wirklich jemand sei.


Heute weiß ich, dass wir einen Seelenvertrag miteinander haben und ich bin dankbar und froh, dass sich unser Kontakt über die Jahre gehalten hat.


Chiara kam mich sogar in Japan besuchen und es war hier, im Sommer 2019, dass ich endlich so aufgewacht bin, dass es kein Einschlafen, kein Vergessen mehr geben wird.


Es war ein langer Weg dahin und die letzten Etappen möchte ich gern ein andermal mit euch teilen.

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