• Mandy

Das Ego, mein Feind?

Nein, das Ego ist nicht der Feind und es hilft rein gar nichts es als solches zu betrachten und gegen das Ego anzukämpfen, oder es zu unterdrücken. Schon vor langer Zeit habe ich einmal erwähnt, dass ich generell versuche von einer Mentalität, die gegen etwas ankämpft, wegzukommen und statt dessen zu versuchen für etwas zu stehen.

Den Post auf dem Foto habe ich auf Instagram in jemandes Story gesehen und darauf in einer persönlichen Nachricht geschrieben:


"Ehrlich gesagt finde ich, dass das Ego zu Unrecht einen schlechten Ruf hat, denn alles was das Ego will, ist uns zu schützen. Es wurde geformt durch die Welt in der wir leben, durch ein 3D Denken und Fühlen. Indem wir uns aber in stetig höhere Dimensionen bewegen, fühlt sich das Ego bedroht und versucht uns nach unten zu ziehen. In solchen Momenten ist es wichtig inne zu halten und dem Ego zuzuhören und dann einen Dialog mit ihm zu eröffnen. Das Ego wird immer ein Teil von uns sein, aber es ist an jedem Selbst, ob es Fein oder Verbündeter wird. Das Ego ist nämlich durchaus zu Verhandlungen und Abmachungen bereit."


Das Ego ist ein Ausdruck unserer Konditionierung und besonders wenn man aufwacht, stellt man schnell fest, dass die Einstellung des Ego nicht länger mit dem wahren Selbst konform geht. Das ist aber kein Grund dazu dem Ego den Krieg zu erklären. Viel produktiver und hilfreicher ist es, dem Ego zu versichern, dass es seinen Platz behalten darf, aber unter bestimmten Bedingungen. Dieser Bedingungen muss man sich selbst erst einmal bewusst werden. Nachdem wir uns darüber im Klaren sind, können wir dem Ego kommunizieren wie ein künftiges Miteinander aussehen soll.


Vor jeder Akasha Chronik Lesung verbinde ich mich mit meinem Höheren Selbst und bitte um Unterstützung, und dabei spreche ich auch direkt mein Ego an, und bitte es für die Dauer der Lesung zurück zu treten, damit nur die reinsten Botschaften, ungetrübt von meinem Ego, durchkommen können. Um zu verhindern, dass mein Ego sich dadurch in seiner Existenz bedroht fühlt, versichere ich, dass es nach der Lesung wieder zu mir zurückkehren darf.


Erst heute spürte ich mein Ego, alte Ängste und Konditionierungen wieder sehr stark, als ich dabei war mich um finanzielle Angelegenheiten und Versicherungen zu kümmern. Abneigung und ein Bedürfnis nach Flucht waren dabei, Erinnerungen an frühere Panikattacken.


Ich saß da und statt sofort zu versuchen etwas gegen diese Gefühle zu unternehmen, spürte ich sie ganz einfach. Fühlte in meinen Körper, folgte dem unangenehmen Ziehen, dem Drücken. Ohne es wegzuwünschen. Ich ließ alle Empfinden da sein und sie sind auch jetzt noch teils da. Aber dadurch, dass ich sie da sein lasse, verunsichern sie mich nicht länger, denn ich bin im Vertrauen. Ich weiß, dass am Ende alles genau so kommen wird, wie es kommen soll.


Es gibt also gar keinen Grund das Ego als Feind zu betrachten. Wenn es sich bemerkbar macht sollte man sich viel lieber fragen, warum es denn auftaucht. Frage das Ego was es von dir will. Frage das Ego was du tun kannst, damit es sich sicher fühlt. Biete ihm eine Abmachung an. Versuche es mit friedlicher Koexistenz, statt mit einem Kampf, der alle nur ermüdet.


*English version on Instagram in my Story Highlights*